Vietnam

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Wer die vielen Eindrücke der spannenden Nord-Süd-Route noch ein wenig im Land nachwirken lassen möchte, sollte noch ein paar Tage Entspannung auf der isolierten Inselgruppe Con Dao im Südchinesischen Meer einplanen. Von insgesamt 16 Inseln ist nur die Hauptinsel Con Son dauerhaft bewohnt, Massentourismus ist hier ein Fremdwort. Hier herrscht absolute Ruhe. Mit zahlreichen Buchten und Korallenriffen ist der Archipel ein traumhaftes Tauchgebiet, in dem man mit Glück auch Meeresschildkröten und Seekühe beobachten kann. Wer lieber oberhalb des Meeresspiegels bleibt, erkundet die Insel Con Dao mit einem Moped oder Fahrrad auf eigene Faust oder wandert durch Wälder und Mangroven. Mit dem Blick auf weiße Sandstrände, türkisfarbene Fluten und grüne Hügel, die nur unweit auf der nächsten Insel liegen, ist das der perfekte Abschluss einer Reise, die man nicht so schnell vergisst …

shutterstock | Halfpoint

Faszinierende Kontraste

Ho Chi Minh City – das frühere „Saigon“ – ist der nächste Fixpunkt unserer Reise. Diese Megacity scheint die Traumstadt unzähliger Vietnamesen zu sein. Denn wie viele Menschen hier tatsächlich leben, kann nur geschätzt werden. Derzeit sind es zwischen sieben und acht Millionen. Und es werden jeden Tag mehr. Stillstand kennt man in Ho Chi Minh City nicht, an allen Ecken wird gebaut und das Stadtbild ändert sich laufend. Wie auch schon in Hanoi schlängeln sich hier massenhaft Motorräder durch die Straßen, insgesamt sollen fünf Millionen Einwohner auf den Zweirädern unterwegs sein. Wer Erholung vom Elan dieser Stadt braucht, kann sich zum Durchatmen in eines der unzähligen kleinen Cafés auf eine Tasse Tee zurückziehen und über den nächsten Stop auf der Tour nachdenken. Etwas weiter südlich vom lebhaften Saigon liegt die Lebensader Indochinas, das Mekong- Delta: Verschlafene Dörfer, wunderbare Wasserlandschaften und saftig grüne Wiesen lassen die Hektik Ho Chi Minh Citys schnell vergessen. Der 4500 Kilometer lange Mekong-Strom, der aus einer Quelle im tibetischen Hochland entspringt, ist so gewaltig, dass es in diesem Gebiet zweimal täglich Ebbe und Flut gibt. Soweit das Auge reicht, ist die Landschaft von riesigen Reis-, Gemüse und Obstplantagen sowie herrlichen Orchideen- Farmen und Zuckerrohr, Kokospalmen und Südfrüchten geprägt. Ein Anblick, von dem man noch lange nach seiner Rückkehr träumt.

shutterstock | John Bill

Verbotene Städte & Vollmondfeste

Nach dem hektischen Treiben in Hanoi ist es wieder Zeit für ein bisschen mehr Ruhe und für geheimnisvolle Städte. So verbirgt sich etwa in der zentralvietnamesischen alten Kaiserstadt Hue ein Schmuckstück der Geschichte. Umgeben von vielen Seen und üppigen Gärten liegen hier auch die farbenfrohe Thanh Toan-Brücke, viele königliche Grabstätten und die kaiserliche Zitadelle. Am schönsten erlebt man diesen Teil des Landes bei einer Fahrt mit einem traditionellen Drachenboot. Denn der Parfüm-Fluss ist von jeder Menge Pagoden, diesen besonders markanten vietnamesischen Bauten, gesäumt. Etwas weiter Richtung Süden liegt eine weitere wahre Perle Vietnams. Die kleine Hafenstadt Hoi An wurde nämlich vom Krieg gänzlich verschont und bis heute hat sie eine wunderbare Altstadt mit Charme, asiatischem Flair und einer langen Geschichte: Denn in diesen engen Gassen wurde bereits im 16. Jahrhundert der Handel zwischen China und Japan abgewickelt. Zeugnis davon gibt etwa die Japanische Brücke am Tran Phu. Wer aber keine Lust hat, die Stadt zu Fuß oder mit einem Taxi zu erkunden, setzt sich auf einen Drahtesel. Denn gemeinsam mit einem Tourist Guide lässt sich die Stadt auf dem Fahrrad auch abseits der Touristenpfade erkunden. Keine Angst! Hier kommt niemand aus der Puste. Die gesamte Stadt ist absolut eben. Atemlos kann hingegen das Vollmondfestival Hoi Ans machen: Einmal im Mondmonat werden nämlich Autos und Motorräder abends aus der Stadt verbannt. Im romantischen Schein des Vollmondes und im Licht tausender Lampions wird mit traditioneller Musik und Folklore der goldenen Zeit des Wohlstandes gedacht.

Atemberaubende Bergwelt

Fast zwei Drittel der Fläche des Küstenstaats Vietnams bestehen aus wunderschönen Höhenzügen und Hochebenen. Auf 1600 Metern gelegen, bietet die nordwestliche Marktstadt Sapa einen optimalen Ausgangspunkt für eine Reise durch das Land. Die Bergregion ist für ihre beeindruckenden Reisterrassen bekannt und unweit des Stadtkerns befindet sich der Fansipan, Vietnams höchster Berg. Und wenn man schon in dieser Gegend ist, dann darf auch ein Besuch im Hoang-Lien-Nationalpark nicht fehlen! Denn die Schönheit der Orchideen und des Zwergbambus dort ist kaum zu übertreffen. Dass Vietnam aber ein Land der spannenden Gegensätze ist, zeigt sich spätestens etwas weiter südlich. In Hanoi. Hanoi ist die pulsierende Hauptstadt des Landes. Hier drängen sich unzählige Mopeds auf den Straßen. Liebhaber von Streetfood kommen voll auf ihre Kosten. Frühlings- und Sommerrollen, würzige Currys und natürlich die Nationalspeise Pho, eine köstliche Suppe mit Reisnudeln, werden bei den Küchen auf Rädern angeboten. Gut gestärkt, kann man sich jetzt den geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt widmen. Keinesfalls versäumen darf man die Zitadelle von Thang Long. Der ehemalige Kaiserhof vietnamesischer Dynastien wurde übrigens im Jahr 2010 zum UNESCO- Weltkulturerbe ernannt. Unvergesslich sind auch die Sonnenauf- oder untergänge, die von der Long-Bien-Brücke aus zu sehen sind – der Anblick des Roten Flusses, der in China entspringt, ist einfach malerisch.

Wer die vielen Eindrücke der spannenden Nord-Süd-Route noch ein wenig im Land nachwirken lassen möchte, sollte noch ein paar Tage Entspannung auf der isolierten Inselgruppe Con Dao im Südchinesischen Meer einplanen. Von insgesamt 16 Inseln ist nur die Hauptinsel Con Son dauerhaft bewohnt, Massentourismus ist hier ein Fremdwort. Hier herrscht absolute Ruhe. Mit zahlreichen Buchten und Korallenriffen ist der Archipel ein traumhaftes Tauchgebiet, in dem man mit Glück auch Meeresschildkröten und Seekühe beobachten kann. Wer lieber oberhalb des Meeresspiegels bleibt, erkundet die Insel Con Dao mit einem Moped oder Fahrrad auf eigene Faust oder wandert durch Wälder und Mangroven. Mit dem Blick auf weiße Sandstrände, türkisfarbene Fluten und grüne Hügel, die nur unweit auf der nächsten Insel liegen, ist das der perfekte Abschluss einer Reise, die man nicht so schnell vergisst …

Beeindruckende Höhenzüge, alte Kaiserstädte, dynamische Metropolen und fantastische Inselgruppen. Begleiten Sie uns auf einer Reise durch das Land des aufgehenden Drachen.