Hiltl

kmu-fotografie.ch/2012

Nicht Fisch nicht Fleisch

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© Isabella Abel
© Michael Writer Photography

Hiltl

Was einst von den Zürchern abschätzig als „Wurzelbunker“ bezeichnet wurde, ist jetzt das älteste vegetarische Restaurant der Welt und wird inzwischen in vierter Generation als Familienbetrieb geführt. Eröffnet 1898 als „Vegetarierheim und Abstinenz-Café“, ist das Hiltl heute nicht nur ein expandierender Tempel für Freunde des fleischlosen Genusses, die sich ihre Mahlzeiten am warmen Buffet aus über 100 hausgemachten Spezialitäten zusammenstellen. Wer selbst den Kochlöffel schwingen möchte, kann sich in einem Kochkurs in die Geheimnisse von vegetarischem Beef Tartare oder Zürcher Geschnetzeltem einweihen lassen. Abends verwandelt sich das Hiltl in einen angesagten Club, Einlass nur mit pelzfreier Garderobe.

Sihlstrasse 28,
8001 Zurich
www.hiltl.ch

© Hiltl AG

TIAN

Für seine kulinarischen Höchstleistungen in der vegetarischen Küche wurde das Restaurant in der Wiener Innenstadt mit drei Hauben und einem Michelin-Stern belohnt. Küchenchef Paul Ivic will seine Gäste nicht bekehren, sondern mit ungewöhnlichen Zutaten und stets neuartigen Kreationen auf die große Geschmacksvielfalt jenseits von Fleisch aufmerksam machen. Dies gelingt durch überraschende Gewürz-Kombinationen und mit Gemüse, das teilweise aus der eigenen Bio-Gärtnerei stammt. Das abschließende Sahnehäubchen kommt von Chef-Patissier Thomas Scheiblhofer in Form von süßen Kleinigkeiten, die man zu Recht Kunstwerke nennen darf.

Himmelpfortgasse 23,
1010 Vienna
www.taste-tian.com

Kitzeln, was zwischen Zunge und Kopf passiert, ist das Anliegen des Kopps-Teams, das am Fuße des Prenzlauer Bergs vegane Küche zelebriert. Gehobene Hausmannskost ohne tierische Produkte. Was zunächst seltsam bis unmöglich klingen mag, ist die Spezialität dieses Restaurants. Inhaber und Autodidakt Björn Moschinski experimentiert laufend, kombiniert regionale Kräuter mit wieder entdeckten alten Gemüsesorten und serviert vegane Variationen von Eiersalat, Gulasch oder Ravioli. Das überzeugt auch eingefleischte Fleischliebhaber.

Linienstraße 94,
10115 Berlin
www.kopps-berlin.de

© Matteo Carassale

Kopps Bar & Restaurant

Yamm!

Gegenüber der Wiener Hauptuniversität bereitet Haubenkoch Walter Schulz vegane und vegetarische Gerichte für das Herzstück des Yamm! – das Buffet. Der lautmalerische Name ist Programm in diesem optisch hauptsächlich aufs benachbarte junge Publikum zugeschnittene Restaurant. Ob zum ausgedehnten Brunch am Wochenende oder auf einen schnellen Snack am Nachmittag, die Auswahl an mediterranen, asiatischen und österreichischen Gaumenfreuden ist groß und wird auch als Take Away angeboten.

Universitätsring 10,
1010 Vienna
www.yamm.at

Sich fleischlos oder gar ganz ohne Tierprodukte zu ernähren liegt voll im Trend. Dass inzwischen sogar eine große Fast Food
Burgerbraterei mit Erfolg vegetarische Alternativen anbietet, ist nur das deutlichste Zeichen dafür, dass Vegetarismus und vegane Ernährung längst nicht mehr nur Sache ökologisch bewegter Ernährungsextremisten ist, sondern mitten in der Gesellschaft angekommen und zum hippen Lifestyle geworden ist. Die Gründe dafür sind so zahlreich wie unterschiedlich – oft geht es um einen ethisch vertretbaren, umweltschonenden Lebensstil und nicht zuletzt um den Geschmack. Immer mehr Restaurants bieten daher spannende pflanzliche Alternativen für anspruchsvolle Gaumen und beweisen, dass sich Haute Cuisine und tierfreie Küche nicht gegenseitig ausschließen. Das macht die Sache auch und gerade für diejenigen interessant, die sich maximal als „Teilzeitvegetarier“ bezeichnen.

Sich fleischlos oder gar ganz ohne Tierprodukte zu ernähren liegt voll im Trend. Dass inzwischen sogar eine große Fast Food Burgerbraterei mit Erfolg vegetarische Alternativen anbietet, ist nur das deutlichste Zeichen dafür, dass Vegetarismus und vegane Ernährung längst nicht mehr nur Sache ökologisch bewegter Ernährungsextremisten ist, sondern mitten in der Gesellschaft angekommen und zum hippen Lifestyle geworden ist. Die Gründe dafür sind so zahlreich wie unterschiedlich – oft geht es um einen ethisch vertretbaren, umweltschonenden Lebensstil und nicht zuletzt um den Geschmack. Immer mehr Restaurants bieten daher spannende pflanzliche Alternativen für anspruchsvolle Gaumen und beweisen, dass sich Haute Cuisine und tierfreie Küche nicht gegenseitig ausschließen. Das macht die Sache auch und gerade für diejenigen interessant, die sich maximal als „Teilzeitvegetarier“ bezeichnen.