Der Wald ruft

Der Wald ruft

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shutterstock | Kichigin

Wälder sind Begegnungsorte

Egal ob Sie sporteln wollen, oder die Erholung suchen. Im Wald finden Sie eine Fülle von Gelegenheiten zur sozialen Begegnung. Lassen Sie sich von einem Wald- oder Kräuterpädagogen bei einer Führung die Schätze der Natur erklären, gehen Sie mit Freunden auf eine Wanderung. Erleben Sie den Wald auf einer Trekkingtour hoch zu Ross, oder vom Drahtesel aus. Oder machen Sie sich mit der besten Freundin auf, um Fundstücke zur Dekoration zu suchen oder Beeren zu pflücken. Wälder, die es zu entdecken gibt, gibt es viele. Von magischen Kraftorten (z. B. Wackelsteine im Waldviertel) über diverse Naturparks bis zu heimischen Urwäldern, die nur in Rahmen von Führungen betreten werden dürfen.

shutterstock | Dmytro Balkhovitin

Waldbaden = Naturgenuss

1982 hat das japanische Ministerium für Land-, Forstwirtschaft und Fischerei einen eigenen Begriff für den Zustand geprägt, „mit dem Wald eins zu werden und seine Atmosphäre aufsaugen“: Shinrin-yoku. Wörtlich übersetzt: „Waldbaden.“ Tatsächlich lohnt es sich, den Wald mit allen Sinnen wahrzunehmen. Sobald man in den Wald eintritt und in das satte Grün der Bäume und Wiesen eintaucht, duftet es nach Moos, Tannennadeln und dem feuchten Waldboden. Das Laub raschelt unter den Füßen, Vögel singen, Bäche plätschern und die Sonne schickt einzelne Strahlen durch das dichte Blätterwerk. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die vielen kleinen Dinge, die sie im Wald sehen. Das Rot der Hagebutten, eine Schnecke, die über einen Pilz wandert, der Ruf eines Vogels. Allein das Licht-und-Schattenspiel der Sonne auf den Blättern hat eine ungemein beruhigende Wirkung und befreit den Geist.

Waldluft ist gesund

shutterstock | Gajus

Eine 100-jährige Tanne produziert dank Fotosynthese rund 13 Kilogramm Sauerstoff. Genug, damit zehn Menschen einen Tag lang gesund atmen können. Außerdem fungiert die Tanne als Luftfilter und das wie alle Nadelbäume sogar im Winter. Rund 60.000 Kilogramm Staub kann ein Hektar Wald jährlich aus der Luft filtern. Der beeindruckende Vergleich: Während ein Liter Stadtluft bis zu einer halben Million Staubteilchen enthält, sind es im Wald nur ein paar tausend. Den guten Duft liefern die Bäume dabei gleich mit. Waldluft ist durch ätherische Öle leicht würzig und besonders wohltuend. Die gesundheitsfördernde und Stress mildernde Wirkung von Zirbenholzduft ist sogar wissenschaftlich belegt. Der japanische Umweltimmunologe Qing Li hat außerdem erkannt, dass das Eintauchen ins Grün Ängste und Depressionen lindert, den Blutdruck und den Cortisolspiegel senkt. Außerdem atmen wir im Wald Phytonzide ein, antibiotisch wirkende Abwehrstoffe, die Pflanzen gegen Schädlinge freisetzen. Und diese sollen auch unser Immunsystem stärken.

 

shutterstock | Aleshyn_Andrei

Grün macht glücklich

Waldspaziergänge tun uns gut. „Wenn du einmal Kummer oder Sorgen haben solltest, dann geh mit offenen Augen durch den Wald“, riet die zukünftige Kaiserin Sisi ihrem Franzl, als sie einander – zumindest im Film – zum ersten Mal begegnen. Der Grund für die beruhigende Wirkung des Waldes liegt an seiner Farbe: Durch die Evolution ist das menschliche Auge sofort happy, wenn es Grün sieht. Grün assoziieren wir unbewusst mit Wasser, Nahrung und Schatten. Wer öfters mal ins Grüne fährt, gönnt der Seele einen Kurzurlaub. Das persönliche, kostenlose Wellnessprogramm Wald besteht aus: Sauerstoff, Ruhe und ätherischen Duftstoffen. Fünfzehn Minuten Aufenthalt im Wald genügen für erste Entspannungseffekte. Und wenn Sie Ihr Waldspaziergang an einem Gewässer vorbeiführt, wird die erholsame Wirkung sogar noch verstärkt.

Stress und Hektik reagieren den Alltag. Wer sehnt sich da nicht nacheinem Rückzugsort? Gut, dass dieser meist gleich hinter der Haustür liegt. Denn der Wald ist Naherholungsgebiet Nummer 1. Perfekt um öfter einmal abzuschalten und „das Hirn durchzulüften“. Wir haben fünf gute Gründegefunden, warum Sie mehr Zeit im Wald verbringen sollten.