Simple is easy

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WEG MIT UNNÖTIGEM BALLAST

Dinge, die man nicht mehr braucht, zu ent­sorgen, verschafft nicht nur neuen Platz, sondern sorgt auch für ein befreiendes Gefühl der Übersicht und Klarheit. Grund­sätzlich gilt die Daumenregel der Ein- Jahres-Marke: Alles was seit diesem Zeit­raum nicht benützt oder angezogen wurde, kann weggegeben werden. Wer sich mit dieser rigorosen Methode schwer tut, kann diese Dinge vorerst auch nur im Keller oder am Dachboden verstauen und sich nach einem Jahr endgültig davon trennen. Aber nicht nur in materieller Hinsicht sollte man überflüssige Belastungen vermeiden: Auch im Beruf und Privatleben müssen Prioritäten gesetzt werden, um einen unbe­schwerten Alltag zu führen. Kollegen und Freunden ab und zu einen Gefallen zu tun, ist kein Problem, wer anderen aber zu oft seine eigene Hilfe zukommen lässt, über­lastet sich selbst. Wird man um einen Ge­fallen gebeten, sollte man sich daher erst einmal Bedenkzeit erbitten, um abzuwä­gen, wie realistisch die Erfüllung einer Aufgabe ist und wie viel Kraft sie bedeuten würde. Würde unnötiger Stress verursacht oder würde man sich gar ärgern, wieder einmal nachgegeben zu haben? Der Aus­weg aus so einem Szenario ist meist ein „Nein“ – das aber kommt vielen nicht so einfach über die Lippen. Begründet man seine Entscheidung, fällt es dem Gegen­über leichter, sie anzunehmen. Eine sym­pathische Möglichkeit ist es auch, sich für das entgegengebrachte Vertrauen zu be­danken und auch mit einer humorvollen Erklärung können sich die meisten abfin­den. Besonders konstruktiv ist es natürlich, Gegenvorschläge zu machen, wie ein Problem auch ohne die eigene Hilfe gelöst werden könnte – etwa indem man andere qualifizierte Personen vorschlägt.

Ab und zu einmal Nein zu anderen zu sagen, bedeutet gleichzeitig, Ja zu sich selbst zu sagen – und ist somit ein weiterer Mosaikstein zu einem einfacheren und vor allem unbeschwerteren Leben.

shutterstock.com | Annette Shaff

SCHLUSS MIT AUFSCHIEBEN

Egal ob in der Arbeit oder im Privatleben: Es gibt nur allzu viele Dinge, die wir lieber erst übermorgen erledigen möchten. Damit verschwenden wir aber nicht nur unnötig Zeit, sondern belasten auch unseren Geist mit offenen Aufgaben. Die unangenehms­ten Angelegenheiten des Tages sollte man daher immer zuerst hinter sich bringen – ob es sich dabei um ein klärendes Ge­spräch, einen Arztbesuch oder aber die täg­liche Bewegungseinheit im Fitness-Center handelt. Ein weiterer wirksamer Trick ist auch das Bemessen der Zeit, die die unlieb­same Arbeit einnehmen würde: Oft ist diese nämlich relativ rasch erledigt – häufiges Verschieben hingegen zieht sie nur unnötig in die Länge. Wirksam ist auch die Methode des Nichtstuns: Wer sich vor das uner­wünschte Projekt setzt, ohne für etwa 15 Minuten auch nur einen Finger zu rühren, der wird alleine durch das Warten so frustriert, dass er die Aufgabe danach gerne schnell erledigt.

WOHNEN OHNE CHAOS

Auch in den eigenen vier Wänden gibt es vieles, das unseren Alltag erschwert. Grundsätzlich sollte eine Wohnung den eigenen Bedürfnissen angepasst sein – so nützt etwa die edelste Designer-Couch nichts, wenn am Ende kein Platz für den Fernseha­bend zu zweit bleibt. Das häufigste Prob­lem im Heim sind wohl Schmutz und Staub, vor allem in Regalen kann man ihnen kaum Herr werden. Rückt man Bücher und Kisten aber nach vorne, kann sich dort keine unschöne Staubschicht ablagern! Quillt das Postfach wieder über, obwohl kein adressierter Umschlag zu finden ist? Werbung und andere Postwürfe können getrost in das Altpapier wandern. Auch wenn die Zeitung der Vorwoche noch nicht  gelesen wurde, kann sie dorthin folgen. Vor allem Kleingegenstände wie etwa Schmuck oder Schlüssel lassen unser Zuhause oft sehr unordentlich wirken. Wer kein Fan von Haken zum Organisieren dieser Dinge ist, sollte sich beispielsweise schöne Körbe oder andere Aufbewahrungsmöglichkeiten anschaffen und sie dort unterbringen. Wichtig ist aber, dass diese Behälter sehr einfach zu bedienen sind, denn wenn Ord­nung umständlich ist, wird sie auch nicht ernstgenommen.

shutterstock.com | Robert-Horvat
Vossen – Simple is Easy

Früh morgens aufstehen, rasch frühstücken, in die Arbeit düsen – in der man von einem Meeting ins nächste hetzt, die Mittagspause immer wieder nach hinten verschiebt, bis der Arbeitstag plötzlich schon wieder vorbei ist und es zu den nächsten privaten Verpflich­tungen geht. 24 Stunden pro Tag sind oft schlichtweg zu wenig. Zwischen Pflichtter­minen ist es deshalb häufig schwer, einmal zu sich zu kommen, zu entspannen, neue Energie zu tanken oder einfach einmal gar nichts zu tun. Um sich diese Pausen gönnen zu können, gilt es zuerst, in Sachen Zeitmanagement aufzuholen.

VOM JAHRES- ZUM LEBENSPLANER

Wie hoch die persönliche Motivation für den anfallenden Tag ist, hängt mitunter auch vom eigenen Kalender ab. Dieser sollte genügend, aber auch nicht zu viel Platz für die jeweiligen Termine bieten. Wer kennt es nicht: Das Gefühl, tagsüber nicht ein­mal annähernd das geschafft zu haben, was man sich eigentlich vorgenommen hatte. Kommt so etwas öfter vor, dann ist es sicherlich ratsam, sich ein Zeitplanbuch zu kaufen. Abends kann man hier alle Aufga­ben für den nächsten Tag eintragen – am besten auf 15 Minuten genau. Hat man den Plan fertiggestellt, wird so schnell klar, ob der Tagesablauf realistisch ist oder ob die ständig länger werdende To-Do-Liste einfach die Folge falscher Selbsteinschätzung ist.

EINFACHER LEBEN: Zwischen Beruf, Familie und Privatleben vergessen wir oft, was für uns im Leben wirklich zählt. Dabei genügen meist kleine Kniffe, um eine bessere Lebensqualität zu erhalten.