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ISLAND

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WAL-FAHRTEN

Wer Wale vor der Nordküste Islands beobachten will, braucht zwei Dinge: Geduld und eine gewisse Seefestigkeit. Denn erstens lassen sich die Zwerg-, Schweinsund Buckelwale genauso wenig auf einen Termin festlegen, wann sie auftauchen wie die Weißschnauzendelfine und zweitens können die Wellen auf dem Meer allein schon zur Herausforderung für so manchen Magen werden. Dennoch, das Gefühl, wenn plötzlich die gewaltige Brustflosse eines Buckelwals auftaucht oder aus seinem Blasloch eine Wasserfontäne herausspritzt, die jedes Geysir zu einer lieblichen Quelle werden lässt, ist das jeden Aufwand wert. Für echte Inselkenner ist jedoch eine einfache Bootstour nicht genug, denn erst wer die Wale im Licht der Mitternachtssonne, die jedes Jahr am 21. Juni am hellsten scheint, gesehen hat, weiß, was die Natur an Wundern zu bieten hat.

TIPP
Die Orte Húsavík und Dalvík im Norden Islands sind die besten Ausgangspunkte für Waltouren. Wer einen Trip mit dem Speedboot bucht, kommt sogar bis auf wenige Meter an die Wale heran. Infos und Buchungen etwa unter: northsailing.is

REISEN NACH MEINEM GESCHMACK

Auf die Plätze, fertig, Island! Der Traum vom perfekten Abenteuerurlaub lässt sich am besten mit einer Rundreise in einem Mietwagen erfüllen. Die Strecke dafür ergibt sich (fast) von selbst. Denn um die nördlichste Insel Europas führt die sogenannte Ringstraße und wer sich nicht aufregenden Offroad-Erlebnissen hingeben mag, ist auf der Hringvegur gut aufgehoben. Die 1.332 Kilometer lange zweispurige Straße führt an allen Sehenswürdigkeiten vorbei. Dort wo es gefällt, bleibt man einfach stehen und lässt sich von bis zu 60 Meter hohen Geysiren, den Wasser spuckenden Springquellen, tosenden Wasserfällen, eisigen Gletschern, von frei lebenden Pferden und Rentieren, dem Seengebiet Myvatn im Norden oder dem Nationalpark Þingvellir beeindrucken.

TIPP
Vorbereitung ist alles! Auf der Reisebüro-Plattform islandreisen.info werden individuelle Trips inklusive Hotelempfehlungen und Ausflügen zusammengestellt.

KRAFT DES WASSERS

Es ist einfach ohrenbetäubend, wenn die Wassermassen des Dettifoss über die Klippen stürzen. Die Rede ist vom größten Wasserfall Islands, der mit einer Breite von 100 Metern und einer Falltiefe von 45 Metern auch gleichzeitig den europäischen Rekord hält. Er ist nicht der einzige seiner Art. Auf der Insel gibt es hunderte Wasserfälle und jeder von ihnen sorgt für einen weiteren Superlativ. So ist der Morsarfoss im Nationalpark Vatnajökull mit über 227 Metern der höchste seiner Art, während der Seljalandsfoss und der Godafoss zu den wahrscheinlich magischsten Plätzen von Island zählen. Spektakulär ist nicht nur seine Lage am Fuße des Gletschers Eyjafjallajökull, sondern auch, dass man hinter den 66 Meter hohen Wasserfall gehen kann und sich einem die Welt plötzlich wie durch einen Schleier präsentiert. Unvergesslich ist auch der Anblick des Gullfoss, der als bekanntester Wasserfall gilt.


TIPP
Die optimale Zeit um sich hier von bis zu 1200 Kubikmeter tosendem Wasser pro Sekunde faszinieren zu lassen ist übrigens, wenn die Abendsonne leuchtet und der Nebel aus Wasser und Luft golden schimmert.

FILMREIFE GLETSCHERLAGUNE

Ihr Name lässt sich vergleichsweise leicht aussprechen. Die Schönheit der Gletscherlagune Jökulsárlón ist allerdings kaum zu fassen. Denn auf dem größten Gletschersee der Insel driften mächtige Eisberge durch kristallklares Wasser, während neugierige Robben auftauchen und Strandseeschwalben lautstark um die Aufmerksamkeit ihrer Beobachter buhlen. Mit Eindrücken spart Island eben auch in dieser Kulisse nicht.

Apropos Kulisse! Der See, der das tiefste Gewässer von Island bildet und nur durch einen kleinen Fluss mit dem Meer verbunden ist, schaffte es durch seine oscarreife Landschaft schon mehrfach auf die große Leinwand. So jagten hier etwa schon James Bond in „Stirb an einem anderen Tag“ oder „Im Angesicht des Todes“ und Angelina Jolie als „Tomb Raider“ übers Eis. Wem diese Vorstellung zu rasant ist, konzentriert sich einfach auf den Anblick der blau schimmernden Eisblöcke, die am nahe gelegenen Vulkanstrand vom Meer angespült werden.

TIPP
Geführte Bootstouren können etwa über icelagoon.is gebucht werden.

WENN DIE FREIHEIT (FAST) GRENZENLOS IST

Camping. Für die einen viel zu unglamourös, für die anderen der einzig wahre Luxus. Vor allem in Island, einem der wenigen Länder, wo wild campen (noch) erlaubt ist. Die beste Reisezeit mit dem Wohnmobil ist von Juni bis September. In jener Zeit ist Dunkelheit ein Fremdwort und für echte Camper erscheint eben nichts romantischer, als eine Nacht unter der Sonne. Wem dafür ein einsamer Platz abseits der befestigten Straßen gerade gut genug ist, mietet sich einfach einen geländetauglichen Camping Pick-up.

TIPP
Mit der Campingcard kann z. B. für eine Saison auf über 40 Plätzen Station gemacht werden. Um € 99,–, Infos unter campingcard.is.

PACK DIE BADEHOSE EIN...

Wer eine Reise nach Island plant, darf eines auf keinen Fall vergessen: die Badesachen. Kühl ist nur Luft. Da die Insel auf einem vulkanischen Hot Spot der Erde liegt, werden viele Seen und Flüsse zu richtigen „Hot Pots“. Manche brodeln so heiß wie ein Wasserkocher kurz vor dem Siedepunkt. Es gibt aber auch die angenehme Badewannenvariante in aufregenden Landschaften. Wie wäre es z. B. mit einem Bad im Reykjadalur? Der warme Fluss gilt als Geheimtipp und liegt rund 45 Autominuten und eine kurze Wanderung von Reykjavik entfernt. Und dann wäre da natürlich noch die Blaue Lagune, die zu den Wahrzeichen der Insel gehört. Der salzige Heißwassersee liegt in einem Lavafeld und entstand dank des nahe gelegenen Geothermiekraftwerks. Dass er so blau wie das Meer der Karibik ist, hat übrigens nichts mit zugefügter Chemie zu tun, sondern mit der Kieselalge, die im Tiefenwasser vorkommt.

TIPP

Unter bluelagoon.com können Tickets für das Spa-Erlebnis der besonderen Art gebucht werden.

STADTBEKANNT

Island ist Natur. Aber Island ist auch Sightseeing, Shopping und Kultur. Vor allem, wenn man in der Hauptstadt Reykjavik unterwegs ist. Den besten Ausblick hat man von der Hallgrimskirkja Kirche (Hallgrímstorg 101) aus, die mit ihrem 70-Meter-Turm auch das höchste Gebäude Reykjaviks ist. Das älteste Haus der Stadt aus dem Jahr 1752 befindet sich in der Adalstraeti 10 und gilt gleichzeitig als eine der coolsten Shoppingadressen. Im Kraum Store ist jede Menge isländisches Design von Interieur bis Mode zu finden. Wer noch mehr Auswahl braucht, geht zu KronKron (Laugavegi 63B). Tolle Herrenmode gibt es gleich daneben bei Herrafataverzlun Kormáks og Skjaldar (Laugavegur 59). Die Laugavegur ist im Übrigen auch die Straße, auf der man wunderbar flanieren kann, um sich danach z. B. im Seabaron am alten Hafen Hummersuppe und gegrillten Fisch zu gönnen (Geirsgata 8). Für Rawfood- Fans ist das mehrfach ausgezeichnete Restaurant Gló (Laugavegi 20b) empfehlenswert.

TOP-ADRESSEN ZUM ÜBERNACHTEN

Das Kvosin Downtown Hotel vermietet sehr stylische kleine Apartments (kvosinhotel.is), das 101 Hotel punktet mit Gemütlichkeit und Design (101hotel.is) und das brandneue Canopy by Hilton (canopy3.hilton.com) gilt als neuer Hot Spot der Stadt.

In Island gibt es keine Ponys! Nur Pferde. Das nehmen die Inselbewohner sehr genau. Außerdem gibt es hier einen Minister, der sich um die Anliegen der Elfen und Trolle kümmert. Was es sonst noch Märchenhaftes am nördlichsten Punkt Europas zu erleben gibt, lesen Sie hier ...