Frau genießt Ayurveda-Behandlung

Ayurveda

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Ayurveda GewürzeWichtig ist auch die Ernährung. Die ayurvedische Küche ist ein zentrales Element der Ayurveda-Lehre.
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Ayurvedische Küche

Ayurvedisch zu kochen ist ein Grundbaustein der ayurvedischen Gesundheitslehre. In der Ayurvedischen Küche werden Lebensmittel nicht nach ihren Nährstoffen, sondern ihrer Qualität beurteilt. Hier wird zwischen sattvischen (Früchte, Gemüse), rajaischen (Fleisch, Käse) und tamaischen Lebensmitteln (bei uns bekannt als gesättigte Fettsäuren also Chips & Co) unterschieden. Es gibt insgesamt sechs Geschmacksrichtungen, die je nach Konstitutionstyp (vata, pitta, kapha) vom Organismus unterschiedlich stark nachgefragt werden. Hier wird zwischen Süßem, Saurem, Salzigem, Scharfem, Bitterem und Herbem differenziert. Achtet man darüber hinaus noch auf die sechs Ernährungsregeln, die definieren an welchen Orten oder Uhrzeiten man am besten welche Art von Produkten essen sollte, hat man das Level der gesunden ayurvedischen Ernährungslehre bereits erreicht.

Ayurveda auf dem Prüfstand

Ayurveda ist im letzten Jahrzehnt auch in Europa wiederentdeckt worden. Wellnessoasen die es praktizieren gibt es mittlerweile viele, doch diese haben nicht immer direkt etwas mit der hier beschriebenen ursprünglichen Ayurveda-Lehre zu tun. Viele Ärzte und Heilmasseure haben Ayurveda auf ihre Agenda gesetzt, sind im Grunde aber nicht richtig dafür ausgebildet. Eine Ayurveda-Ausbildung dauert hierzulande nicht mehr als einige Wochenenden, während es in Indien mindestens sechs Jahre braucht, bis man sich als Ayurveda-Arzt bezeichnen darf. Die indische Heilkunst kann für die westliche Gesellschaft Quelle eines gesunden und ausbalancierten Lebens im Einklang mit Körper, Geist und Seele sein. Dabei ist jedoch vor allem die Ernsthaftigkeit ihrer Umsetzung, essenziell für das Erreichen der Harmonie von Körper und Geist. 

Die Krankheit „bereinigen“

Nach der erfolgreichen Diagnose und Verortung der Krankheit, werden im Ayurveda häufig Fastenkuren, Ölmassagen, Bäder sowie ausleitende Verfahren angewendet. Spirituell wird dies durch Meditationskur, Yoga oder Farb- und Aromatherapien gefestigt. Die Medikamentenlehre bezieht ihre Substanzen dabei aus einem Repertoire von über 5000 Heilpflanzen, eingesetzt in Kombination mit Mineralien und Metallen. 

Ayurvedische Behandlung Ksheera DharaAyurvedische Behandlung mit warmer Kräutermilch hilft bei<br />Hautkrankheiten und allgemeiner<br />psychischer Belastung.
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Den Mensch in seiner Gesamtheit sehen

Ayurvedische Behandlung Pinda SvedaDie Kräuterstempelmassage Pinda Sveda wirkt schmerzlindernd und beruhigend.
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Die Ayurveda-Behandlung besteht aus unterschiedlichen Diagnosemethoden wie Diäten, Meditation, Ayurveda-Massagen oder ausleitenden Verfahren, sowie therapeutischen Maßnahmen und der Medikamentenlehre. In diesem Verständnis manifestieren sich Krankheiten als äußere Einflüsse auf den menschlichen Organismus, weshalb eine strikte Körperhygiene als elementarer Bestandteil der Krankheitsprävention angesehen wird. 

Die Grundlage für die Behandlung bildet im Ayurveda die Temperamentenlehre, das Konzept der drei Doshas: Vata, Pitta und Kapha. Diese setzen sich aus den fünf Elementen Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum zusammen. Die Doshas sind für die Grundkonstitution des jeweiligen Menschen verantwortlich, ihre Zusammensetzung charakterisiert diesen und beeinflusst seine Stärken und Schwächen. Bei einem Ungleichgewicht kommt es zu Ablagerungen von Giftstoffen oder ähnlichem, und man wird krank. Der Ayurveda-Arzt beginnt seine Behandlung mit einer Grunduntersuchung des Patienten. Mit Hilfe der Pulsdiagnose stellt der Arzt die Inbalance der Doshas fest. Danach folgt die Praktiki-Analyse, welche über die Besonderheiten des Patienten aufklärt und die „Ursubstanz“ (=kosmische Konstellation) dieses Menschen untersucht.

Wortursprung

Ayus bedeutet übersetzt Leben oder Zeitspanne. Dieser Wortstamm beschreibt die zeitliche Dimension des Lebens.

Veda ist das Wissen von den Naturgesetzen. Der Veda ist hierbei Modell geistiger sowie materieller Gesetzmäßigkeiten (in westlicher philosophischer Lehre dem Logos entsprechend). 

Ayurveda wird gegenwärtig in der westlichen Welt meist unweigerlich mit Wellness, Entspannung und Stressabbau assoziiert. Die Zuordnung von Ayurveda-Kuren in den Spa- und Beautysektor unserer Lebensrealitäten ist aber nur ein Teilbereich, des mehr als 3000 Jahre alten ganzheitlichen, medizinischen Gesundheitssystems aus Indien.

Ayurveda, ursprünglich im Himalaya-Gebiet entstanden, ist vielmehr eine medizinische Lehre von Mensch, Natur und Kosmos, die als die Wissenschaft vom Leben an sich, angesehen werden muss. Beruhend auf spirituellen Erkenntnissen, besteht die Aufgabe des Ayurveda darin, den Menschen ein langes und gesundes Leben zu bescheren, im Einklang der drei Doshas (vata, pitta, kapha). Oberstes Ziel dabei ist es, Krankheiten langfristig vorzubeugen. Im Falle einer Erkrankung wird hierbei nicht weniger als die Heilung mit Hilfe aller Mittel, die man durch die Natur zur Verfügung gestellt bekommt, angestrebt. 

Ayurveda wird gegenwärtig in der westlichen Welt meist unweigerlich mit Wellness, Entspannung und Stressabbau assoziiert. Die Zuordnung von Ayurveda-Kuren in den Spa- und Beautysektor unserer Lebensrealitäten ist aber nur ein Teilbereich, des mehr als 3000 Jahre alten ganzheitlichen, medizinischen Gesundheitssystems aus Indien.