Frau Yoga Meditation

YIN YOGA

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© Vossen

 

 ASANAS

Yoga-Stellungen werden als Asanas bezeichnet. Sie werden langsam und meditativ ausgeführt, wobei die bewusste Atmung dabei eine zentrale Rolle spielt. Die Yoga-Stellungen stärken nicht nur den Körper, sondern wirken auch positiv auf Geist und Seele.

YIN & YANG

Bezeichnet das dynamische Gegensatzpaar, das allem Leben zugrunde liegt, wie Tag und Nacht, Aktivität und Ruhe, Ein-und Ausatmen. Yin & Yang findet sich u.a. in der Natur und im Körper wieder. Ziel ist es die beiden Kräfte in Balance zueinander zu halten.

MERIDIAN SYSTEM

Meridiane sind Bahnen im Körper auf denen Lebensenergie „Qi“ fließt. Jeder Meridian ist dabei einem Organsystem zugeordnet.

 

 

NEGATIVE EMOTIONEN LÖSEN

Die meisten Übungen im Yin Yoga beanspruchen den Bereich zwischen den Knien und der Brustwirbelsäule. Negative und verdrängte Emotionen, die in der Hüftpartie sitzen, werden damit ebenfalls gelöst. Wir entwickeln auch eine feinere Selbstwahrnehmung und mehr Geduld mit uns selbst und gelangen auf sehr sanfte und gelassene Weise zur inneren Mitte.

Ein Yin Yoga-Workout dauert etwa 40 Minuten, geübte Yogis und Yoginis halten die Dehnungen länger und erweitern Einheiten so auf bis zu 55 Minuten. Je länger Asanas gehalten werden können, desto besser kann man sich emotional befreien und loslassen. Die Auswahl an Übungen ist im Yin Yoga etwas kleiner als im traditionellen Yoga – auch deshalb ist diese Variante gut für Einsteiger geeignet. Fortgeschrittene können die Yin-Asanas auch mit anderen Yogastilen ergänzen.
Die neue Trend-Variante bietet also Übungen für verschieden erfahrene Yogis und Yoginis und liefert eine Tiefenbehandlung unserer Gelenke – Gute Laune und Entspannung nach dem Workout inklusive!

shutterstock.com | mixform design

DEHNUNG UND ENTSPANNUNG

Maximale Erholung schenkt beispielsweise die „Kindhaltung“, bei der der Po auf den Fersen ruht, während man den Oberkörper auf die Schenkel sinken lässt. Die Arme werden seitlich nach hinten gestreckt, die Stirn wird sanft auf den Boden gelegt. Diese Position wird eine Minute lang gehalten. Ebenfalls sehr entspannend wirkt das Asana „Twisted Roots“: In Rückenlage und mit leicht angewinkelten Beinen, wird hier das rechte Bein über das linke gekreuzt. Anschließend lässt man beide Beine sanft nach links fallen, bis die Knie die Matte berühren. Der linke Arm bleibt in der Ruheposition, der rechte Arm hingegen wird angewinkelt nach oben weg gestreckt. Mit geschlossenen Augen wird so einige Minuten lang ausgeharrt, danach wird die Seite gewechselt. Etwas komplizierter ist die „Frog-Übung“, die vom Fersensitz ausgeht: Die Knie bewegen sich hier so weit wie möglich auseinander, die großen Zehen bleiben aber weiterhin in Berührung. Beim Ausatmen beugt sich der Oberkörper nach vorne, bis man mit den Unterarmen den Boden berührt. Anschließend wird das Becken gehoben, bis es sich etwa im 90-Grad-Winkel über den Knien befindet, die Fußspitzen zeigen nun nach außen. Auch die Hände werden vorgeschoben, sodass sich eine abfallende Linie vom Becken zum Boden ergibt. Schließlich platziert man die Hände übereinander, legt das Kinn darauf und hält die Position so lange es angenehm erscheint.

MIT YIN ZUM INNEREN FRIEDEN

Im Gegensatz zu gängigen Stilen wie Bikram oder Ashtanga Yoga, die kraftvoll und hochaktiv ausgeführt werden, ist Yin Yoga eine sehr ruhige und passiv orientierte Variante. Nach der chinesischen Philosophie bilden Yin und Yang eine Einheit – das können wir auch auf unseren Körper beziehen: Weiche und elastische Teile (etwa Muskeln) entsprechen Yang, harte und unelastische Bereiche (wie die Gelenke) zählen zum Yin. Sind beide Einheiten ausbalanciert, ist der Mensch laut chinesischer Lehre glücklich und entspannt. Da der Alltag aber naturgemäß von Stress, Hektik und Druck geprägt wird – also vom Yang – fehlt es vielen Menschen am ausgleichenden Gegengewicht und das kann sich auf Dauer negativ auf die Gesundheit auswirken. Durch Übungen des Yin-Stils wird dieses schädliche Ungleichgewicht durch sogenannte Yin-Qualitäten, wie etwa Empfänglichkeit, innerem Frieden und Stille, kompensiert.

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TIEFLIEGENDE BEREICHE DEHNEN

Yin Yoga ist eine neue Strömung und gilt als Ansatz, wie man Yoga praktizieren kann. Das Prinzip der Variante, die vom amerikanischen Yoga-Lehrer Paul Grilley entwickelt wurde, ist einfach: Asanas mit intensiven Dehnungen werden sitzend oder liegend für drei bis fünf Minuten gehalten. Durch dieses Ausharren kommt es nicht nur zu einem Effekt auf die Muskeln, sondern auch tiefer liegende Partien wie etwa Gelenke, Bänder, Sehnen und das Bindegewebe werden beansprucht und trainiert. Besonders in diesen Bereichen liegen oftmals energetische Blockaden. Durch die intensive Dehnung im Yin Yoga werden diese Störungen behoben und neue Energie wird zum Fließen gebracht. Das kommt daher, dass die gedehnten Haltungen gleichzeitig unser Meridiansystem stimulieren – ganz ähnlich wie etwa bei der Akupunktur.

Tief in der Hocke und mit nach außen zeigenden Füßen, befinden sich Yogi und Yogini auf einer am Boden liegenden Matte. Ihre Oberkörper sind aufrecht. Langsam schieben sie die Knie mit den Ellbogen auseinander, die Handflächen kommen vor der Mitte des Körpers zusammen und die Fingerspitzen deuten nach oben. Die Yogaausübenden haben nun die Grundhaltung des „Squat“ erreicht, fertig sind sie mit dem Asana (Körperstellung) aber noch nicht: Nach den Prinzipien des passiven Stils von Yin Yoga, wird die Position nun etwa zwei Minuten lang gehalten.

Körper und Geist tief entspannen und einfach einmal loslassen: Neben der Dehnung von tiefliegenden Partien stehen Stille und innerer Frieden im Mittelpunkt der neuen Yogavariante.